Die Brooklyn Bridge wie sie vor 1950 ausgesehen hatte. Ein 3d Projekt für einen Film, der leider nie fertig gestellt wurde (ja, sowas gibts). Der Film spielte in der Zeit um 1950 in New York. Einige Szenen wurden in den Bavaria Studios in München gedreht. Kulissen waren nur in bis zu 2 Metern höhe gebaut, der Rest sollte in Form von Matte Paintings dazu gemalt werden. Set Extension ist der Fachbegriff dafür.

 

Auch hier noch etwas zur Geschichte dieser Brücke:

Der Bau der Brooklyn Bridge von 1870 bis 1883 ist eine interessante und tragische Geschichte. Die Planung und die Aufsicht über dieses riesige Unternehmen hatte der Bauingenieur John Roebling. John Roebling, sein richtiger Name Johannes August Röbling, weil er aus Deutschland kam , gelang es  1857 den Stadtrat von New York zu überzeugen, eine Brücke über den East River zu bauen. Die Brooklyn Bridge ist ein kleines Wunderwerk der Technik. Doch bis zur Baugenehmigung und Bereitstellung der erforderlichen Gelder sollten noch viele Jahre vergehen. Zu Baubeginn im Jahre 1869 jedoch, verunglückte John Roebling bei Vermessungsarbeiten so schwer, dass ihm bald darauf ein Fuß amputiert werden musste. Daraus wurde ine Blutvergiftung und er starb kurz darauf. Sein Sohn,Washington Roebling,  der schon bei anderen Brückenbauten mit seinem Vater zusammengearbeitet hatte, übernahm in der Folgezeit die Bauleitung.  Die Fundamente für die beiden Pfeiler der Brücke wurden im damals neuartigen und gefährlichen Verfahren der Caissongründung hergestellt. Der nach  unten offene Caisson,  aus Holz gebaut, wurde von oben beschwert und so im Wasser abgesenkt. Anschließend wurde durch einen Überdruck das Wasser aus diesem Hohlkasten verdrängt, damit er von den Arbeitern betreten werden konnte. Stöck für Stück wurde dann ausgeschachtet, wodurch der Caisson ganz allmählich immer tiefer absank. Die Arbeitsbedingungen in einem solchen Holzkasten waren geradezu unmenschlich und auch äußerst gefährlich. Viele Menschen, die dort unten arbeiten mussten, hatten Beschwerden wie Atemnot, Bewusstlosigkeit, Lähmungen, geplatzte Trommelfelle oder auch Blutungen aus der Nase und aus dem Mund.

Nach beendigung des Baus war die Brücke damals die längste stählerne Hängebrücke der Welt. Musste in den Caissons noch mit Kalziumlicht gearbeitet werden, wurde die Brücke nun von über 80 elektrischen Lampen beleuchtet, denn inzwischen war die Glühbirne erfunden worden und das erste Elektrizitätswerk New Yorks in Betrieb gegangen.Die Presse überschlug sich mit Superlativen, allen voran der Brooklyn Eagle, der sogar das achte Weltwunder ausrief.