blue oder greenscreen

Blue oder Greenscreen

Aber worum geht es eigentlich? Eine Bluescreen oder Greenscreen im Hintergrund der Darsteller, erlaubt es, diese blaue oder grüne Fläche mit anderen Bildern oder Sequenzen später zu füllen. Kurz um, den Hintergrund nachträglich teilweise oder komplett zu verändern. Die Farbe Ultramarin blau wurde schon zur Zeit der Schwarz-Weiß Aufnahmen benutzt. Die Schauspieler stehen vor einer blauen Fläche, meistens aus gespannten Tuch oder tatsächlich einer übermalten Wand.  Vor dem Objektiv der Kamera befand sich ein Gelbfilter. Da Gelb und Blau Komplementärfarben sind, heben sich diese gegenseitig auf. Das heißt, überall wo Blau ist, wird das Filmmaterial nicht belichtet. Dadurch konnte man nachträglich über den Optical Printer, also den Optischen Printer, ein aus mehreren Projektoren und einer Kamera die über halbdurchlässige Spiegel die Sequenzen zusammenfügen, das noch nicht belichtete Material mit anderen Motiven belichten. Um aber das vorher belichtete Material (also in unserem Fall die Schauspieler) nicht auch nochmals zu belichten, wird das Negativ der Darsteller auf den Hintergrund gelegt, sodass diese beim “einstanzen” des Hintergrundes frei bleiben. In den 80gern hat man sich, aufgrund des Farbsamplings beim digitalen Bild für Grün entschieden. In den 80ern war das 4.2.2. Dass heisst: 4 Anteile Grün, 2 Anteile Blau und 2 Anteile Rot, man hat also doppelt soviele Information zu Grün, also war grün die qualitativ bessere Wahl. Heute nehmen die ganzen Kameras zumeist mit einem 4.4.4 Farbsampling auf. Und die Bearbeitung geschieht natürlich am Rechner und welche Farbe man nimmt spielt eigentlich keine große Rolle mehr. Dennoch bleibt man bei diesen Farben weil, knalliges Grün und knalliges Blau nicht in der Hautfarbe zu finden ist, und man daher ein einen großen Kontrast erzielt, der das einstanzen von anderem Filmmaterial vereinfacht. Greenscreen wir am meisten benutzt, wenn der spätere Hintergrund hell ist. Bluescreen hingegen benutzt man bei dunklen Hintergründen. Das vereinfacht das Keying, also das “heraustrennen” der Darsteller vor der Farbfläche.